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Google führt das neue Abrechnungssystem des Play Stores ein

© SHUTTERSTOCK

Ab heute gilt bei Google Play eine neue Richtlinie für das Bezahlsystem. Diese Änderung zwingt Entwickler dazu, das unternehmenseigene Zahlungssystem für In-App-Käufe zu verwenden.

Die Aktualisierung bedeutet, dass Sie keine Links oder Abschnitte in die App einfügen können, die Nutzer zum Kauf von Premium-Abonnements auf Ihrer Website oder aus anderen Quellen weiterleiten. Im Gegenzug müssen Sie eine Gebühr von 15 % oder 30 % (je nach Kategorie Ihrer App) an den Suchmaschinenriesen für die Erleichterung dieser Transaktionen zahlen.

Google kündigte dies erstmals im September 2020 an und gab den Entwicklern ein einjähriges Zeitfenster, um Änderungen an ihren Apps vorzunehmen, damit Google Play Billing das Standard-Zahlungssystem wird. Letztes Jahr gewährte Google einigen Entwicklern eine sechsmonatige Verlängerung und verlängerte die Frist bis zum 31. März 2022.

Ab heute tritt die neue Richtlinie des Unternehmens für alle in Kraft – und es ändert sich einiges. Wenn Sie beispielsweise alternative Zahlungsmethoden verwenden, können Sie in der App nicht mehr für Ihre Pläne werben oder Links erstellen, die die Nutzer zu dieser Seite führen.

Derzeit hat Spotify einen Premium-Bereich in seiner Android-App, der die Nutzer auf seine Website weiterleitet. Technisch gesehen muss Spotify diesen Bereich aus seiner App entfernen. Da Spotify aber eine Vereinbarung mit Google getroffen hat, um alternative Abrechnungsmethoden zu testen, könnte das Unternehmen einen Freibrief erhalten.

Wenn Ihre App die Google-Richtlinien bis zum 1. Juni 2022 nicht erfüllt, wird sie aus dem Play Store entfernt. Das gilt allerdings nicht überall auf der Welt.

Für Entwickler in Indien gibt Google ihnen bis Oktober 2022 Zeit, um die Umstellung vorzunehmen. Das könnte sich jedoch ändern, da die indische Wettbewerbskommission (CCI) Anfang dieser Woche die Abrechnungsbedingungen von Big G als „unfair“ und „diskriminierend“ bezeichnet hat.

Letztes Jahr hat Südkorea ein Gesetz verabschiedet, das Apple und Google dazu zwingt, Entwicklern zu erlauben, alternative Zahlungsmethoden in ihre Apps einzubauen. Google ist dem nachgekommen und kassiert einen Anteil von 11 %, wenn eine App eine Drittanbieter-Methode verwendet.

Viele Menschen sind immer noch wütend auf Google wegen der Art und Weise, wie es Apps im Play Store vertreibt. Anfang dieser Woche kritisierte Epic Games das Unternehmen und sagte: „Ein Deal ändert nicht den wettbewerbsfeindlichen Status quo.“

Für Google gibt es keine Ruhe, denn die Regulierungsbehörden auf der ganzen Welt versuchen, die Funktionsweise von App-Stores mit strengen neuen Regeln zu ändern.

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