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Toxische Online-Diskussionen im Internet sind größtenteils auf sozialen Medien zurückzuführen

© SHUTTERSTOCK

In gutem Glauben ausgetragene Meinungsverschiedenheiten sind ein normaler Bestandteil der Gesellschaft und des Aufbaus starker Beziehungen. Im Internet ist es jedoch schwierig, in gutem Glauben Meinungsverschiedenheiten auszutragen, und die Menschen kommen online seltener zu einer gemeinsamen Basis als bei persönlichen Meinungsverschiedenheiten.

Es gibt zahlreiche Forschungsarbeiten über die Psychologie des Online-Streitens, von Text gegen Sprache bis hin zu der Frage, wie jeder zum Troll werden kann, und Ratschläge, wie man gut streiten kann. Aber es gibt noch einen weiteren Faktor, der oft übersehen wird: das Design der sozialen Medien selbst.

Meine Kollegen und ich haben untersucht, wie sich die Gestaltung sozialer Medien auf Online-Diskussionen auswirkt und wie man konstruktive Argumente entwickeln kann. Wir befragten und interviewten 257 Personen zu ihren Erfahrungen mit Online-Streitigkeiten und dazu, wie das Design helfen könnte. Wir fragten, welche Funktionen von 10 verschiedenen Social-Media-Plattformen es einfach oder schwierig machen, sich an Online-Diskussionen zu beteiligen, und warum. (Vollständige Offenlegung: Ich erhalte Forschungsgelder von Facebook).

Wir fanden heraus, dass Menschen es oft vermeiden, schwierige Themen online zu diskutieren, weil sie befürchten, dass ihre Beziehungen darunter leiden könnten, und wenn es um Meinungsverschiedenheiten geht, sind nicht alle sozialen Medien gleich. Menschen können viel Zeit auf einer Social-Media-Seite verbringen und sich nicht an Auseinandersetzungen beteiligen (z. B. YouTube) oder es fast unmöglich finden, Auseinandersetzungen auf bestimmten Plattformen zu vermeiden (z. B. Facebook und WhatsApp).

Im Folgenden erfahren Sie, welche Erfahrungen die Befragten mit Facebook, WhatsApp und YouTube gemacht haben und wo es am häufigsten und am wenigsten häufig zu Online-Streitigkeiten kommt.

Siebzig Prozent unserer Teilnehmer hatten sich auf Facebook gestritten, und viele äußerten sich negativ über diese Erfahrung. Die Teilnehmer gaben an, dass es ihnen schwer fiel, sich verletzlich zu zeigen, weil sie ein Publikum hatten: den Rest ihrer Facebook-Freunde. Ein Teilnehmer sagte auf Facebook: „Manchmal gibt man seine Fehler nicht zu, weil andere Leute zuschauen“. Meinungsverschiedenheiten wurden zu Sparringskämpfen mit einem gefangenen Publikum, anstatt dass zwei oder mehr Personen versuchten, ihre Ansichten auszudrücken und eine gemeinsame Basis zu finden.

Die Leute sagten auch, dass die Art und Weise, wie Facebook das Kommentieren strukturiert, ein sinnvolles Engagement verhindert, da viele Kommentare automatisch ausgeblendet und gekürzt werden. Dies hindert Menschen daran, Inhalte zu sehen und sich überhaupt an der Diskussion zu beteiligen.

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